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    „Es war schwer zu leben und sich dabei als Mensch zu fühlen“ (Jewdokija Pawlowskaja) – Lesung aus Briefen ehemaliger Zwangsarbeiter*innen in Bielefeld

    „Es war schwer zu leben und sich dabei als Mensch zu fühlen“ (Jewdokija Pawlowskaja) –
    Lesung aus Briefen ehemaliger Zwangsarbeiter*innen in Bielefeld

    Während des Zweiten Weltkriegs war ein Großteil der in Bielefeld Beschäftigten zwangsweise und oft äußerst gewaltsam aus vielen verschiedenen Ländern Europas hierhergebracht worden, um für die deutsche Kriegswirtschaft zu arbeiten. Organisiert wurde dieser „Arbeitseinsatz“ gemäß einer vom Staat ganz offen propagierten und praktizierten rassistischen Einstufung der Arbeitenden nach „Wertigkeit“ und „Minderwertigkeit“ bis hin zur Aberkennung jeden „Werts“. Unser Arbeitskreis hat, beginnend vor über 20 Jahren, Briefe und Berichte von Frauen und Männern erhalten, die aus Polen und aus der Sowjetunion, d.h. aus Belarus, aus Russland und aus der Ukraine, zur Arbeit nach Bielefeld verschleppt wurden. Es sind so über einen langen Zeitraum viele ganz besondere und persönliche Zeugnisse entstanden. Sie bringen auf dem Hintergrund der von Rassismus geprägten Existenz der Zwangsarbeiter*innen ihre vielen verschiedenen Erfahrungen zum Ausdruck und sprechen auch von der Bedeutung dieser Zeit für ihr weiteres Leben.
    Unsere Lesung aus diesen Zeugnissen verbinden wir mit Fotos und Dokumenten, die uns von den ehemaligen Zwangsarbeiter*innen anvertraut wurden, und mit Quellen zur Zwangsarbeit aus den hiesigen Archiven.

    Veranstalter DGB-AK „Zwangsarbeit in Bielefeld“ u. Gegen Vergessen-Für Demokratie e. V., RAG Bielefeld, in Kooperation mit der VHS Bielefeld
    Ansprechpartner Wolfgang Herzog
    Kontakt wolfg.herzog@web.de; Tel. 0521-68 607
    Eintritt kostenlos
    Anmeldung erforderlich? Nein
    Anmeldung unter…
    Uhrzeit 19 Uhr – 21 Uhr