Tagung »Was wir wollen?! Politisches Handeln für Demokratie in Zeiten der Normalisierung extrem rechter Deutungen«

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    Tagung für Austausch und Vernetzung von Bündnissen und Initiativen und Engagierten in Westfalen

    Alltäglichen Rassismus zum Thema zu machen und die Wegbereiter rechter Gewalt und ihre Strategien zu benennen, ist nicht erst seit den rechtsterroristischen Anschlägen in Halle und Hanau eine der Aufgaben in der Migrationsgesellschaft.

    Gleichzeitig wird die Normalisierung extrem rechter Positionen in Politik und Gesellschaft zunehmend spürbar. Das gilt für öffentliche und mediale Debatten ebenso wie mit Blick auf Parlamente, Räte und kommunalpolitische Gremien. Für demokratische Akteur*innen wird dies in ihrem Engagement für eine offene Gesellschaft immer stärker zur Herausforderung, zumal rechte Diffamierungskampagnen nicht selten demokratische Projekte und Initiativen unter dem Vorwurf des „Linksextremismus“ oder vermeintlich „mangelnder Neutralität“ zu diskreditieren versuchen.

    Vor diesem Hintergrund  wird es zunehmend schwieriger – aber notwendiger denn je, eigene Akzente, Themen und Erzählungen zu setzen und in den Vordergrund zu rücken.

    • Welche Möglichkeiten haben zivilgesellschaftliche Akteur*innen, um der Normalisierung rassistischer Haltungen und Erzählungen entgegenzuwirken?
    • Wie können Bündnisse und Initiativen gegen regelmäßige rechte Aufmärsche, Stammtische oder Wahlkampfstände rechter Parteien protestieren und gleichzeitig proaktiv eigene  Positionen, Themen und Ziele sichtbar machen? Und daran anknüpfend: Welche Themen und Ziele könnten das überhaupt sein?
    • Inwieweit sind demokratisch ausgerichtete (Gegen-)Erzählungen und Themensetzungen jeweils möglich und wodurch können sie – auch mit Blick auf unterschiedliche lokale Herausforderungen etwa in Dörfern oder größeren Städten  ihre Wirkung entfalten
    • Wie kann ein selbstbewusster Umgang mit der zunehmenden Präsenz der AfD in Kommunalparlamenten und Gremien aussehen?

    Diese und weitere Fragen und Herausforderungen möchten wir gemeinsam im Rahmen unserer diesjährigen Tagung unter dem Motto „Was wir wollen?!“ besprechen und nach Ideen suchen, wie wir trotz des Rechtsrucks weiter politisch handeln, selbst die Themen setzen und dabei viele demokratische und emanzipatorische Perspektiven abbilden können.

    Die Tagung wird organisiert von den Teams der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster.

    Aufgrund der aktuellen gesundheitspolitischen Lage erfolgt die Ankündigung der Tagung unter Vorbehalt. Wenn die Veranstaltung nicht in der geplanten Form stattfinden kann, wird es ein alternatives Online-Programm/Online-Format geben. Darüber werden wir Sie und Euch rechtzeitig informieren/auf dem Laufenden halten.  

    Über das ausführliche Programm werden wir Sie und Euch zeitnah informieren.

    Anmeldung
    Um verbindliche Anmeldung mit folgenden Angaben wird gebeten:
    – ggfs. Bündnis/Institution
    – Name, Vorname, PLZ, Ort, E-Mail-Adresse
    Bitte per Mail an: info@mobile-beratung-nrw.de
    Die Anmeldefrist endet am Freitag, 18. September 2020. Die Teilnahme ist kostenfrei!